NOOTS -Readiness-Check: Einführung der Referenzumgebung

Die Referenzumgebung des National-Once-Only-Technical-System (NOOTS) steht den NOOTS-Teilnehmenden seit dem 1. Quartal 2025 für den Readiness-Check zur Verfügung. Interne Testszenarien wurden erfolgreich durchlaufen. Die Anbindung von Data Consumer und Data Provider kann ab sofort erprobt werden.

Die Referenzumgebung ist der erste Baustein, der die Kommunikation zwischen Data Consumer (nachweisanfordernde Stelle) und Data Provider (nachweisliefernde Stelle), als Teilnehmer des NOOTS, erprobt. Sie ermöglicht einen sogenannten Readiness-Check, mit dem beide Akteure ihre Schnittstellen und Systeme vor der Produktivsetzung testen und weiterentwickeln können.

Mit dem vorübergehenden Anschluss von Data Consumer und Data Provider an die Referenzumgebung kann der Nachweisabruf mit simulierten Nachweisdaten getestet werden. Dabei werden vorgegebene Anfragen und Antworten verarbeitet, die den fachlichen und technischen Vorgaben der Systemarchitektur entsprechen. Hierbei ist wichtig zu verstehen, dass Data Consumer und Data Provider in der Referenzumgebung nicht direkt miteinander verbunden werden. Die Referenzumgebung versorgt beide Parteien jeweils getrennt mit Testdaten. Dadurch soll verhindert werden, dass potentiell schädliche Daten (Schadcodes) beim Readiness-Check ausgetauscht werden.

Der Integrationsleitfaden für Data Consumer und Data Provider kann im Downloadbereich von digitale-verwaltung.de abgerufen werden. In ihm erhalten Sie einen kurzen Überblick, die Anleitung für die Integration sowie die Schnittstellendefinitionen der NOOTS-Referenzumgebung. Der Readiness-Check an sich besteht aus verschiedenen Prozessschritten, die ebenfalls im Integrationsleitfaden beschrieben sind:

Prozessschritte zur Anbindung: Download Integrationsanleitung, Download SAK, Registrierung als DC oder DP, SAK an System des DC/DP anbinden, Nachweisabruf starten Prozessschritte zur Anbindung an die NOOTS-Referenzumgebung Quelle: Bundesverwaltungsamt

Daneben werden die dafür notwendigen Schnittstellendefinitionen in Form des Sicheren Anschlussknotens als Application Programming Interface (API) bereitgestellt. Dies ermöglicht den Akteuren, ihre Systeme so zu entwickeln und zu optimieren, dass später eine reibungslose Kommunikation in der produktiven NOOTS-Betriebsumgebung gewährleistet ist.

Die erfolgreiche Durchführung des NOOTS-Readiness-Checks in der Referenzumgebung ersetzt nicht die verpflichtende Prüfung der Funktionalität, Interoperabilität und Konnektivität bei der Produktivsetzung in der Betriebsumgebung. Die Referenzumgebung ist speziell für Testzwecke konzipiert und unterscheidet sich von der produktiven NOOTS-Betriebsumgebung. In der endgültigen NOOTS-Betriebsumgebung werden reale Anfragen vom Data Consumer mit Echtdaten vom Data Provider beantwortet. Detaillierte Informationen zur Produktivsetzung der ersten funktionsfähigen Iteration des NOOTS (NOOTS-MVP) werden zum Start breit kommuniziert.

Die sukzessive Anbindung an die Referenzumgebung erfolgt derzeit mit freiwilligen und interessierten Akteuren, um frühzeitig Erfahrungen zu sammeln und mögliche Herausforderungen zu identifizieren. Nach erfolgreichen Tests in der Referenzumgebung ist als nächster Schritt die Anbindung an die NOOTS-Betriebsumgebung zum Ende des dritten Quartals 2025 geplant. Voraussetzung hierfür ist ein erfolgreich durchlaufener NOOTS-Readiness-Check, der eine stabile Integration sicherstellt.

Alle interessierten Stellen sind eingeladen, sich aktiv am Readiness-Check über die Referenzumgebung zu beteiligen. Bei Fragen rund um die Referenzumgebung des NOOTS sowie den Readiness-Check wenden Sie sich an das Funktionspostfach: noots.umsetzung@bva.bund.de.

Weiterführende Informationen zu dem technischen Anschluss der Teilnehmenden, in Form des Sicheren Anschlussknotens, finden Sie in dem Artikel "Erste technische Vorbereitungen des NOOTS-Anschlusses möglich".

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Stand 13.03.2025